Omega-3-Fettsäuren: Essentiell für Speiseplan und Gesundheit
Seit vielen Jahrzehnten stehen Lebensmittel, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, aufgrund ihres protektiven Effekts auf dem traditionellen Speiseplan; allen voran der von Generationen von Kindern ungeliebte – weil unangenehm schmeckende – Lebertran. Hinweise auf einen positiven Effekt fischreicher Nahrung lieferte einst die Beobachtung, dass Eskimos, die sich hauptsächlich von Fisch ernähren, eine niedrige Herzinfarktrate hätten. So rückten Omega-3-Fettsäuren auch ins Blickfeld medizinischen Interesses: Omega-3-Fettsäuren und ihre positive Wirkung wurden in vielen Studien untersucht. Heute setzt man neben der Empfehlung zu einer fischreichen Ernährung auch auf Nahrungsergänzungsmittel.

Omega-3-Fettsäuren gehören zu den so genannten essenziellen Fettsäuren: Der Körper benötigt sie, kann sie aber aufgrund fehlender Enzyme nicht selbst bilden. Sie müssen daher über die Nahrung aufgenommen werden und kommen hauptsächlich in Fischöl und Meerestieren (Makrele, Lachs und Hering) sowie in verschiedenen Pflanzenölen (Raps- und Walnussöl) vor. Gleiches gilt für die Omega-6-Fettsäuren wie die Linolsäure, die in den meisten Pflanzenölen enthalten ist. Aus ihr wird Arachidonsäure (AA, arachidonic acid) gebildet, die außerdem über die Nahrung in Form tierischer Lebensmittel aufgenommen werden kann.

Die drei wichtigsten langkettigen Omega-3-Fettsäuren sind die Eicosapentaensäure (EPA, eicosapentaenoic acid), die Docosahexaensäure (DHA, docosahexaenoic acid) sowie die Alpha-Linolensäure (ALA, α-linolen acid).